
Effektive Isolierung von Räumlichkeiten von innen
iQ-Therm 2.0 —kapillaraktives Innenwärmedämmsystem
Die Kosten für fossile Brennstoffe – Öl, Erdgas und Kohle – steigen stetig. Gleichzeitig verschärfen sich die Auswirkungen des Klimawandels, der durch steigende Treibhausgasemissionen verursacht wird. Besonders akut ist dieses Problem bei älteren Gebäuden: Gebäude, die vor Jahrzehnten errichtet wurden, verbrauchen etwa dreimal mehr Energie als moderne. Hauptgrund ist die fehlende oder unzureichende Wärmedämmung: Fast die Hälfte der bestehenden Gebäude verliert noch immer erhebliche Mengen Wärme.
Da Energie immer teurer und zunehmend nicht unbegrenzt verfügbar ist, wird ihre effiziente Nutzung immer wichtiger. Um Energieverbrauch, -kosten und -emissionen zu senken und gleichzeitig die Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen zu verringern, sind nachhaltige, praktikable und erschwingliche Lösungen gefragt. Der europäische Green Deal ist eines der ehrgeizigsten Projekte der Klimapolitik. Ziel ist die Umstellung auf energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen, die Modernisierung bestehender Gebäude und die Schaffung einer nachhaltigen gebauten Umwelt für die Zukunft.
In unsanierten Altbauten kann durch eine verbesserte Wärmedämmung eine erhebliche Menge an Wärmeenergie eingespart und so die Heizkosten gesenkt werden.
Die Innendämmung bietet eine Reihe wesentlicher Vorteile und kommt dort zum Einsatz, wo:
• bauliche Veränderungen an der Außenfassade nicht möglich sind,
• eine Dämmung des gesamten Gebäudes von außen wirtschaftlich nicht sinnvoll ist,
• nur die Beheizung einzelner Räume oder Gebäudeteile gewünscht ist.
Darüber hinaus ist die Innenwärmedämmung eine optimale Lösung für Räume, die nur selten genutzt werden: Konferenzräume, Sport- und Hobbyräume sowie Einfamilienhäuser.
Ein trockenes, gut gedämmtes Gebäude schafft ein gesundes, behagliches und umweltfreundliches Wohnklima. Warme, gedämmte Wände und Fenster sorgen für hohen thermischen Komfort. Die empfundene Behaglichkeit wird durch das Zusammenspiel der Wand-, Luft- und Verglasungstemperaturen bestimmt. Sind die Wände gut gedämmt und haben eine warme Oberfläche, reduziert sich der Heizbedarf deutlich. Schon eine Erhöhung der Wandtemperatur um 1 °C ermöglicht eine Absenkung der Raumlufttemperatur um 2 °C ohne Komfortverlust – das ergibt eine durchschnittliche Energieeinsparung von ca. 6 %.
Darüber hinaus wird die Aufheizzeit des Raumes verkürzt: Innen isolierte Wände müssen nicht beheizt werden und eine angenehme Temperatur wird schneller erreicht, wodurch die Energienutzung noch effizienter wird.
Lösung
Wir präsentieren das iQ-Therm 2.0 System – 30/50/80/120 der Firma „REMMERS“.
Dabei handelt es sich um ein kapillaraktives Innendämmsystem aus Polyurethan-Hartschaum zur Herstellung einer hocheffizienten, diffusionsoffenen Innendämmung mit kapillarem Feuchtetransport.
Diese Dämmung ist langlebiger und deutlich einfacher zu verarbeiten als herkömmliche Innendämmungen, da keine Innenfolie als Dampfsperre benötigt wird. iQ-Therm ist seit 2009 der Maßstab für kapillaraktive Innendämmung und verbindet auf einfache und geniale Weise zwei hochspezialisierte Materialien zu einem optimalen System. Ein hochwirksamer Wärmedämmstoff wird mit einem speziellen, stark saugfähigen Mineralmörtel kombiniert.
Der Dämmstoff in Plattenform wurde in regelmäßigen Abständen perforiert und die Massivplatten werkseitig mit Mörtel verfüllt. So entstand ein Verbundwerkstoff mit hoher Dämmwirkung und gleichzeitiger Kapillarwirkung, ohne dass eine Dampfsperre zum Einsatz kam.
Sollte sich in einem solchen System aufgrund winterlicher Taupunktunterschreitungen oder durchdringender Starkregen Kondenswasser bilden, wird die Feuchtigkeit nicht hinter der iQ-Therm-Folie eingeschlossen, sondern durch den Mörtel des Wandteils wieder an die Raumluft abgegeben, ohne dass Schäden entstehen. Ein spezieller Klimaputz auf der Innenseite verteilt die Feuchtigkeit flächendeckend, von wo aus sie in den Raum verdunstet.

So funktioniert die Technologie – Schritt für Schritt
Vorbereitung
Alte Wandbeläge, wie z. B. Tapeten, werden entfernt. Der Untergrund muss tragfähig, trocken, sauber und saugfähig sein.
Trennstreifen
Zur Vermeidung von Wärme-, Feuchtigkeits- und Schallbrücken wird am Wandanschluss zum Boden und den angrenzenden Wänden ein Trennstreifen aus geschlossenporigem Polyurethan eingebaut.
Auftragen der ersten horizontalen Klebeschicht
Auf das waagerecht verlegte Trennband wird eine erste Schicht des kapillaraktiven Universalmörtels iQ M in einer Dicke von ca. 1 mm aufgetragen. Anschließend wird die Mischung senkrecht auf die Wandfläche aufgetragen.
Einbau der ersten Reihe iQ-Therm 2.0 Streifen in die Klebeschicht
Die erste Reihe der iQ-Therm 2.0 Dämmplatten wird im Klebemörtel verlegt. Die Stöße zwischen den Platten werden nicht verklebt.
Fortsetzung der Innendämmung mit Streifen
Die iQ-Therm 2.0 Platten werden reihenweise verlegt. Die Fugen zwischen den Schichten werden mit Fertigmörtel verfüllt, die Zwischenräume zwischen den Platten bleiben jedoch offen.
Die Schichtdicke von iQ M universal sollte 1 mm betragen. Kreuzfugen zwischen den Bahnen sind zu vermeiden.
Auftragen von klimaregulierendem Putz oder Kitt
Um dünne, überstreichbare Oberflächen der Qualität Q3 zu erreichen, werden die isolierten iQ-Therm 2.0 Flächen vollflächig mit zwei Lagen iQ M Universal-Dünnschichtputz mit Armierungsgewebe Tex 4/100 beschichtet. Alternativ kann die Oberfläche mit iQ Top Klimaputz mit Armierungsgewebe Tex 6,5/100 behandelt werden.
Beide Optionen regulieren die Luftfeuchtigkeit im Raum und tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei.
Vorteile der Technologie
λ (EU-Nennwerte):
✓ Dunkelhäutige Form
✓ Hoher Wärmedämmwert von Gebäuden
✓ Dampfdurchlässig
✓ Kapillaraktiv
λ (standardisierte Werte EU):
- iQ-Therm 2.0 30: 0,028 W/(m•K)
- iQ-Therm 2.0 50: 0,028 W/(m•K)
- iQ-Therm 2.0 80: 0,026 W/(m•K)
- iQ-Therm 2.0 120: 0,025 W/(m•K)
λ Einbauzustand:
ca. 0,003 W/(m•K) größer
✓ Feststoffklasse (DIN 4102-1): B2
✓ Brandverhalten (EN 13501-1): E
✓ Kleine Kugelgröße: Verfügbare Optionen: 30, 50, 80 und 120 mm
✓ Leicht zu verarbeiten
✓Wärmedämmstoff geeignet DIN 4108-10
Wie sieht das bei realen Objekten aus
Sehen Sie sich unsere Videos an
Häufig gestellte Fragen
Alte Kabel können an Ort und Stelle belassen werden. Neue Kabel können entweder oberhalb oder unterhalb der Dämmebene verlegt werden.
Es empfiehlt sich, die Rohre auf der Raumseite – der „warmen Seite“ – zu verlegen. Dazu werden die Dämmstreifen zugeschnitten und die Nähte mit iQ-Top Mörtel abgedichtet.
Bei mittleren Belastungen wie Gemälden oder Wandlampen kommen isolierende Schraubanker zum Einsatz.
Vermeiden Sie nach Möglichkeit das Anbringen schwerer Gegenstände im inneren Isolationsbereich.
Bei Bedarf kommen Remmers Montagezylinder aus Polyurethan-Hartschaum zum Einsatz – sie sorgen für eine starke Befestigung ohne Wärmebrückenbildung.
Ja, sofern ausreichend Zeit zum Trocknen bleibt. Allerdings sollte auf das Verfliesen verzichtet werden, da es als Dampfsperre wirkt und die Kapillarwirkung im System hemmt.
Grundsätzlich ja, allerdings sind Fliesen nahezu dampfundurchlässig, sodass das System seine Wirksamkeit verliert. Ausnahmen bilden Bereiche mit schmalen Fugen.
iQ-Therm 2.0-Streifen können mit einem handelsüblichen Dämmstoffmesser oder beliebigen Holzbearbeitungswerkzeugen, wie beispielsweise einer Handsäge oder Tischkreissäge mit Staubabsaugung, zugeschnitten werden.
Ja, aber vorzugsweise sollten die Flächen mit kapillaroffenen Systemfarben, wie beispielsweise Color SL oder Color CL Historic, gestrichen werden.
Die Oberfläche kann mit SL Fill Q4 egalisiert und anschließend mit Color SL oder Color CL Historic gestrichen werden.
Ja, das System eignet sich hervorragend für die energetische Kellersanierung.
Mit Remmers-Systemen abgedichtete Wände bleiben auch bei Erdkontakt trocken und dicht, sorgen für Behaglichkeit und verhindern Schimmelbildung.
Ja. Zur Vereinfachung der Verlegung werden die Bahnen mit iQ M Universalmörtel egalisiert; der Einsatz von iQ-Top ist in diesem Fall nicht erforderlich.
Die Dicke wird individuell ermittelt – die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung des Wärmebrückenkoeffizienten nach DIN 4108-2.











