Beschreibung
Produktkenndaten
Basis: Polymerbindemittel, Zement, Additive, Spezial-Füllstoffe
Frischmörtelrohdichte: Ca. 1,0 kg/dm³
Konsistenz: Pastös
Rissüberbrückung: ≥ 3 mm (bei ≥ 3 mm Trockenschichtdicke)
Schichtdicke: 1,1 mm Nassschichtdicke ergibt ca. 1 mm Trockenschichtdicke
Schlitzdruckprüfungen: Erfüllt, auch ohne Verstärkungseinlage
Wasserdampfdurchlässigkeit: (µ)1755
Wasserundurchlässigkeit: Zugelassen bis 8 m Wassersäule, geprüft bis 50 m Wassersäule
Druckfestigkeitsklasse: C2B gemäß DIN EN 15815
Durchtrocknungszeit: Ca. 18 Std. für 2 mm Schichtdicke (5 °C, 90 % rel. F.)
Ca. 9 Std. für 2 mm Schichtdicke (23 °C, 50 % rel. F.)
Wasserdichtheitsklasse: W2B gemäß DIN EN 15820
Rissüberbrückungsfähigkeitsklasse: CB2 gemäß DIN EN 15812
Brandverhaltensklasse: E gemäß DIN EN 13501-1
Anwendungsbereich
- Schnellabdichtung
- Neubauabdichtung
- Horizontalabdichtung in und unter Wänden
- Nachträgliche Bauwerksabdichtung im Bestand nach WTA
- Einbautiefen > 3 m im Erdreich
- Zugelassen für Anschluss an WU-Betonkonstruktionen
- Sockel- und Fußpunktabdichtung
- Abdichtung im Verbund (AiV)
- Haftbrücke auf Altbitumen
Eigenschaften
- Mehr als 3 mm geprüfte Rissüberbrückung (gemäß DIN EN 14891)
- Schnelle Durchtrocknung und Vernetzung nach 18 Std. bei 5 °C und 90 % relative Feuchte
- Erfüllt die Prüfanforderungen für PMBC
- Geprüft radondicht
- Sehr emissionsarm (GEV-EMICODE EC 1Plus)
- Lösemittelfrei
- Bitumenfrei
- Druckwasserdicht
- Hohe Haftzugfestigkeit
- Sehr gute Haftung auch auf nicht mineralischen Untergründen (z. B. Kunststoffe, Metalle, etc.)
- Hochflexibel, dehnfähig und rissüberbrückend
- Früh belegbar (≥ 4h)
- UV-beständig
- Frost-Tausalzbeständig
- Überstreich- und überputzbar
- Schlämm-, streich-, spachtel- und spritzfähig
Arbeitsvorbereitung
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Anforderungen an den Untergrund
Der Untergrund muss eben, tragfähig, trocken, sauber, staubfrei sowie frei von Öl, Fett und Trennmitteln sein.
Nicht mineralische und porenfreie Untergründe sind aufzurauen.
Saugfähige mineralische Untergründe, kein selbstverdichtender Beton (SVB), dürfen mattfeucht sein.
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Vorbereitungen
Grate und Mörtelreste entfernen.
Ecken und Kanten fasen oder brechen.
Übergänge/Anschlüsse/Fugen an und auf nicht mineralische(n) Untergründe(n)/Bauteile(n) mit Fugenbändern (Tape VF) verstärken.
Optional Dichtungskehle mit einem geeigneten Mörtel herstellen.
Vertiefungen > 5 mm mit geeignetem Spachtel oder MB 2K im Verschnitt mit geeignetem Quarzsand (MV 1:1 bis 1:3) verschließen.
Bei Durchdringungen KG-Rohre aufrauen, Metallrohre reinigen und evtl. anschleifen.
Ggf. Hinterfeuchtungsschutz herstellen.
Saugende mineralische Untergründe mit Kiesol MB grundieren.
Als Kontaktschicht sowie zur Blasenvermeidung Kratzspachtelung mit dem Produkt herstellen (ca. 500g MB 2K/m²).
Zubereitung
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Kombigebinde
Mit geeignetem Mischwerkzeug Flüssigkomponente (Komponente A) aufmischen.
Aufgelockerte Pulverkomponente (Komponenete B) vollständig auf die Flüssigkomponente geben.
Ca. 1 Minute mischen, Mischvorgang unterbrechen und eingerührte Luft entweichen lassen.
Am Rand anhaftendes Pulver abstreifen.
Mischvorgang für ca. 2 Minuten fortsetzen.
Mischwerkzeug während der gesamten Mischzeit in Bodennähe belassen.
Verarbeitung
Senkrechte Flächenabdichtung
Produkt regelkonform zweilagig auf den vorbereiteten Untergrund auftragen.
Waagerechte Flächenabdichtung
Produkt regelkonform zweilagig auf den vorbereiteten Untergrund auftragen.
Nach Durchtrocknung, vor Einbau des Estrichs zweilagige Polyethylenfolie verlegen.
In Randbereichen Abdichtung bis Oberkante Fußboden bzw. an Horizontalsperre heranführen.
Horizontalabdichtung in und unter Wänden
Produkt regelkonform zweilagig auf den vorbereiteten Untergrund auftragen.
Anschlussdetails/Bauteilfugen
Innenecken und Anschlussfugen, sowie Anschluss zu nichtmineralischen Bauteilen (z.B. bodentiefe Fenster, Türen usw.)
und Fugen an Dämmplatten mit Fugenband Tape VF-Serie verstärken.
Produkt vorlegen, Tape VF vollflächig, blasen- und faltenfrei einbetten.
Durchdringungen
W1-E: Rohrdurchführungen umlaufend kehlenförmig abdichten.
W2.1-E: Rohrdurchführungen mit Klebeflansch oder geeignetem Los-/Festflansch in die Abdichtung einbinden.
Sockelputz
Überarbeitung mit Klebe- und Armierungsmörtel, wie z.B. Remmers VM Fill / VM Fill rapid, kann nach ca. 4 Stunden erfolgen.
Armierungsgewebe vollflächig in die Putzschicht einarbeiten.
Überarbeiten und Belegen
Nach 4 Stunden kann die Überarbeitung mit Klebe-, Spachtel- oder Armierungsmörtel erfolgen.
Beschichten
Direkte Beschichtung mit bindemittelreichen Dispersionsfarben.
Stets Probefläche(n) anlegen!
Verarbeitungshinweise
Bei flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen kann es durch direkte Sonneneinstrahlung und/oder Windbelastung zu beschleunigter Hautbildung und damit einhergehender Blasenbildung kommen.
Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten.
Nicht auf unbehandeltem Aluminium einsetzen.
Die Kratzspachtelung gilt generell nicht als Abdichtungslage.
Die maximale Gesamtnassschichtdicke darf 5 mm nicht überschreiten.
Durch Bewegung des Materials (z.B. rühren) im Anmacheimer kann eine vorzeitige Hautbildung verhindert werden.
Angesteiftes Material darf weder mit Wasser noch mit frischem Material wieder verarbeitbar gemacht werden.
Frische Abdichtung vor Regen, direkter Sonneneinstrahlung, Frost und Tauwasserbildung schützen.
Trockene Abdichtung vor mechanischer Beschädigung schützen.
Zusätzliche Lastverteilung bei Abdichtung unter Stelzlagern vorsehen.
Bei der Verarbeitung in geschlossenen Räumen ist für ausreichende Belüftung zu sorgen (ggf. Atemschutz tragen).
Arbeitsgeräte / Reinigung
Arbeitsgeräte in frischem Zustand mit Wasser reinigen.
Angetrocknete Materialreste lassen sich nur noch mechanisch entfernen.
Lagerung / Haltbarkeit
Im ungeöffneten Originalgebinde kühl, trocken und vor Frost geschützt gelagert mind. 9 Monate.


